Warum mache ich soviel selbst, statt es Profis zu überlassen? Diese Frage ploppte neulich mal wieder auf, als ich die Deckenverkleidung im Atelier abgebaut habe. Ich liebe es einfach, mich im Tun zu verlieren. Beim ersten drüber Nachdenken fällt mir keine zufriedenstellende Antwort dazu ein, denn das Selbermach-Gen scheint mir so selbstverständlich, dass die Frage nach dem Warum oder dem Vorteil erstmal keine große Rolle spielt. Schließlich stehen meine Hände selten still und das, obwohl ich einen „Handarbeitsberuf“ ausübe.
Doch bei näherer Betrachtung fällt mir ein, dass ich nicht nur Dinge selber mache (die Aufzählung kommt gleich noch), sondern mit und rund um DEIN Leinen auch etwas erschaffe, dass nicht so ohne Weiteres in die Kategorie DIY oder Handarbeit passen will. Es ist also vielleicht doch etwas mehr als eine Selbstverständlichkeit. Diesem Gedanken möchte ich in diesem Blogartikel näher nachgehen.
Und ich kann sagen: Selber machen macht mich glücklich.
Das mache ich alles selbst oder habe es schon gemacht
- Nähen natürlich – nicht nur für DEIN Leinen, sondern auch Kleidung für mich selbst, wie zum Beispiel mein Standesamtsoutfit.
- Stricken und Häkeln – Handarbeiten im klassischen Sinn hilft mir abends beim Entspannen.
- Florale Dekorationen wie Kränze oder Blumensträuße.
- Malern und Tapezieren – das klassische DIY-Feld.
- Möbelbau – erst im letzten Sommer habe ich gemeinsam mit meinem Mann einen Küchenschrank für unsere Ferienhütte gebaut, weil ein Fertigmaß nicht passend war.
- Ich kann mit Bohrmaschinen und Kreissägen umgehen.
- Dachdecken mit Dachpappe und Dachblechen hab ich ebenfalls auf meiner Schon-gemacht-Liste.
- Hausdämmung ist auch kein Problem, seit wir vor 20 Jahren unser Haus gebaut haben.
- Webseiten erstellen kann ich auch selbst, genau wie einen Onlineshop einrichten.
- Ich kann mich in Themen gut einarbeiten, etwas, das mir bei der Gründung meines Labels sehr geholfen hat.
Insgesamt eine ziemlich beachtliche Liste, finde ich. In meiner Jugend (Fun Fact 17) hab ich auch schon an Autos rumgeschraubt. Ich kann mauern und fliesen und hab sowieso keine Angst, etwas selbst zu probieren. Außer bei Elektroarbeiten. Da hab ich damals nicht gut genug aufgepasst, weshalb mir das Wissen fehlt. Aufgewachsen in der ehemaligen DDR, habe ich eine ziemlich gute Einführung in verschiedene handwerkliche Tätigkeiten während meiner Schulzeit erhalten und in meiner Familie gehörte etwas selbst zu können immer schon zum Grundverständnis, so dass ich vieles gezeigt und beigebracht bekam.

Was gefällt mir am Selbermachen?
Bei allem, was ich selbst mache, finde ich eine große Erfüllung darin, sich in dieser einen Sache zu verlieren. Sich ganz der Tätigkeit hinzugeben und am Ende ein selbst geschaffenes Ergebnis zu haben. Die Selbstwirksamkeit, die man beim Selbermachen erlebt, bewirkt eine tiefe Zufriedenheit und macht resilienter gegenüber Herausforderungen. Wenn wir erleben, wie und dass wir etwas (er)schaffen, dann steigt unsere innere Überzeugung auch mit künftigen Aufgaben fertig zu werden.
Ich weiß, dass ich etwas schaffen kann, auch wenn es im ersten Moment schwierig erscheint und vertraue auf meine Fähigkeiten.
Wenn ich mich zum Beispiel daran mache, einen unserer Wohnräume zu renovieren, dann gehe ich ganz darin auf und vertiefe mich in meine Arbeit. Mein Kopf kann ausschalten und das tut hin und wieder so richtig gut. Fast wie ein kleiner Reset. Das kannst du auch gut bei Kindern beobachten, die ganz im Spiel versunken sind. Daran sollten wir uns hin und wieder ein Beispiel nehmen.
Noch ein großer Vorteil, der mir am Selbermachen gefällt, ich kann alles ganz nach meinen Vorstellungen wählen. Material, Farbe, Größe und Ausführung. In Zeiten von immer billigeren Materialien (meist auch nicht gut für die Umwelt) und immer schlechterer Material-Qualität hab ich es selbst in der Hand, wie das Ergebnis aussieht und wie lange es hält. Das gilt für Kleidung ganz besonders, aber zunehmend auch für Möbel und andere Dinge, die nur „Umsatz“ für die Unternehmen bedeuten, wenn wir sie regelmäßig ersetzen (müssen). Insofern ist Selbermachen zwar nicht unbedingt eine günstigere Lösung für den Moment, aber manchmal die langlebigere und so nachhaltigere.
Ein oft übersehender Aspekt, wenn ich selbst etwas nach meinen Vorstellungen mache, gestalte ich diesen kleinen Teil meines Lebens selbst. Ich bestimme, wie es wird, kann meine Vorlieben und Leidenschaften einfließen lassen. Insofern hat Selbermachen auch viel mit Selbstbestimmtheit zu tun. Vielleicht gefällt mir der Gedanke vom individuellen Wohnstil deshalb so gut.
Ganz so gestalte ich auch DEIN Leinen:
- Alle anderen bieten Festgrößen an? Ich ermögliche Wunschmaße.
- Du suchst nachhaltige und langlebige Wohntextilien? Ich biete dir reines Leinen, das langlebig ist und ressourcenschonend produziert wird.
- Du möchtest deine bestehende Einrichtung ergänzen? Ich biete dir einzelne Kissenhüllen ohne Füllung, die gut zu kombinieren sind.
- Du möchtest deine Ideen erstmal mit jemandem diskutieren? Ich biete dir einen direkten Draht zu mir und berate gern per e-Mail.
Man könnte sagen, ich habe mit DEIN Leinen genau den persönlichen Onlineshop geschaffen, der mir selbst immer gefehlt hat.
Wo ich einen echten Menschen am anderen Ende erreiche und nicht durch Chat-Bots oder KI-Stimmen „abgefertigt“ werde.
Wo Fragen gern beantwortet werden, auch wenn das heißt, dass die Kundin sich am Ende vielleicht gegen eine Bestellung entscheidet.
Wenn du im Handel vor Ort nicht (mehr) findest, was dir vorschwebt, aber auch keinen anonymen Bestellshop unterstützen möchtest, kann mein Shop die Lösung für Leinentextilien sein.

Ist Selbermachen die Lösung für alles?
Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Und das sage ich ganz bewusst. Selbermachen macht Spaß, bringt Befriedigung aber kostet aufgrund fehlender Routine oft mehr Zeit.
Deshalb ist es meiner Meinung nach nicht immer ratsam, alles selbst machen zu wollen.
Ich hab zum Beispiel lange Zeit meine Buchhaltung in allen Schritten komplett selbst gemacht. Unterdessen nutze ich aber ein wirklich smartes Tool dafür, das mir so viele Arbeitsschritte und damit Zeit abnimmt, dass weiterhin selbst machen keine Option ist.
Oder das gefärbte Leinen. Ich hab bis Ende 2023 alle Leinenfarben selbst gefärbt. Immer in der jeweiligen Menge der Bestellung. Das bedeutete unzählige Arbeitsschritte bis zum fertigen Stoff. Seit ich die meisten Farben fertig gefärbt von der Weberei beziehe, spare ich Zeit, Aufwand, Energie und Wasser. Dafür zahle ich gern etwas mehr im Einkauf.
Jetzt habe ich mehr Zeit für die Fertigung deiner Bestellung, also kann ich mehr Bestellungen bearbeiten. Ein Umstand, der bei der zunehmenden Nachfrage nicht zu vernachlässigen ist, denn schließlich hat auch mein Tag nur 24 Stunden.
Was werde ich auch weiterhin selbst machen?
Einige Dinge bleiben all-time favourites fürs Selbermachen, wie nähen, stricken und andere Handarbeiten. Außerdem bleibt die Renovierung der Ferienhütte ein DIY-Projekt, schließlich hat mein Opa sie schon allein gebaut, das verbindet. Malerarbeiten bleiben auch ein Selbermach-Thema.
Bei anderen Dingen entscheide ich je nach Situation, was besser ist. Selbermachen oder machen lassen.
Meine Webseite, der Shop und der Blog bleiben aber ebenfalls in meiner Hand. Ich kann mir nicht vorstellen, das auszulagern und behalte die Fäden lieber selbst in der Hand. Auch wenn das bedeutet, mich zunehmend mit mehr rechtlichen Dingen auseinandersetzen zu müssen.
Wie ist das bei dir? Was machst du alles selbst?


